Weinbau im Domleschg

Hauseigene Weine aus dem Anbaugebiet "Domleschger Tal"

Seit 1989 besitzt das Kurhaus Bad Rothenbrunnen einen eigenen Rebberg auf 800m ü.M., der höchstgelegene Rebberg in Graubünden, oberhalb des Schlosses Rietberg, in welchem der bekannte Bündner Freiheitskämpfer Jürg Jenatsch den Ritter Pompejus von Planta ermordete.

Unsere vorzüglich mundende "Almenser Wyn", der Sorte Rysling x Sylvaner, Léon Milllot, Blauburgunder und Pinot Gris sind Zeugnis unseres milden Klimas. Das Nord-Südtal liegt zwischen Boden-u. Comersee. Die milde Lage eignet sich auch wegen der geringen Niederschläge während der Vegetationszeit für den Anbau von Obst-Trauben- und weiterer Kulturen mit erhöhtem Wärmebedarf.

Der Obstbau über 1960, eine wichtige Einnahmequelle, nicht zuletzt durch Verkäufe in die weite Welt oder verschiede Weinberge, betrieben bis anfangs des 20. Jahrhundert auch Tabak und Maulbeerbäume zur Seidenraupenzucht zeugen von der äusserst milden Lage des Domleschgertales.

Ganz nach dem Motto von Jürg Jenatsch, natürlich nicht mit "Mordabsichten", kämpfen heute verschiedene Domleschger Weinliebhaber für erneuerungsbedürftige Rebberg-Einzonungen mit dem Hinweis auf frühere Tradition, belegt mit unzähligen Flurnamen im Tal. Die heutigen Gesetze lassen bei richtiger Handhabung einen professionellen Anbau zu. Es bleibt zu hoffen, dass die Bündner Regierung die Initiatoren in Ihrem Vorhaben unterstützt. Die Qualität unserer Weine wird sich bestimmt im harten Konkurrenzkampf behaupten können.


Weine des Kurhauses Bad Rothenbrunnen


Eine kleinbeerige rote Hybriden - Rebe mit früher Reife bei ca. 100 Öchslegrad und grösserem Ertrag. Sie ist erstaunlich resistent gegen Krankheiten, so dass keine Schädlingsbekämpfung nötig ist. Der Lèon Millot, ein farbiger milder Wein, jedes Jahr neu entdeckt. Eigen in der Nase, leicht milchig oder nach schwarzer Johannisbeere riechend mit leichtem Barriquegeschmack ist so eigenartig wie die Seltenheit der ökologischen Rebsorte.

Der Rysling ist weit bekannt. In der Ostschweiz ist sie eine häufige Anbaurebe. Auch diese weisse Traube mit früher Reife bei ca. 78 Öchslegrad ist ertragreich. Vor allem der Mehltaubefall , im Domleschg wegen der wenigen Niederschläge weit weniger anfällig als anderswo, verlangt aber chemische Schädlingsbekämpfung bzw. Spritzungen. Der Apéritiv-oder Dessertwein ist beliebt wegen seiner Klarheit und des enormen Fruchtgeschmacks.

Der Pinot -Gris oder Grauburgunder reift bei gegen 100 Öchslegrad im Domleschg eher spät und nur in äusserst milden Lagen. Die Mengenregulierung ist beim Pinot-Gris-Anbau im Domleschg ein Muss, um gehaltvolle Weine allenfalls im Barrique auf den Aéro-oder Desserttisch zu bringen. Unser Pinot-Gris ist noch in Entwicklung und nur gute Freunde des Hauses kommen in den Genuss dieser Spezialität.

Herzog Rohan soll die Rebsorte in die Bündner Herrschaft gebracht haben. Die rote Rebsorte eher späterer Reife bei über 90 Öchslegraden zeigt bei vernünftiger Mengenbegrenzung eine gute Traubenqualität. Die Krankheitsanfälligkeit ist auch wegen des günstigen "Weinklimas" sehr gering. Spritzungen daher minimal notwendig. Unser Blauburgunder reift im Barrique zusammen mit dem Lèon Millot zu einem bekömmlichen Rotwein. Ein Wein zu einheimischen Gerichten in der Diskussionsrunde mit Freunden oder überall für feine Geniesser seltener Weine. Unsere Weine sind nicht käuflich: sie sind aber jedem Kurhausbewohner - und Besucher zugänglich.

EIN PROSIT - liebe Weinfreunde !