Die Mineralquellen Fontana Rossa und Aua Alva

Zwei Mineralquellen unterschiedlicher Zusammensetzung entspringen gleich neben und hinter dem Kurhaus.


Fontana Rossa (rote Quelle):

Die Fontana Rossa, ein jodhaltiger alkalischer Eisensäuerling mit Ursprung am Piz Beverin, hat bis 1923 Kurgäste nach Rothenbrunnen gelockt, welche für verschiedene Krankheiten Genesung und Erholung suchten. Heute wird das heilende Wasser unter dem Namen Swissalpina gesamtschweizerisch als Mineralwasser verkauft. Die Quelle mit einem natürlichen Ausstoss von ca. 159 Litern pro Minute,einer Temperatur von ca. 16 - 17 º C. und einer Mineralisation von 1'232 mg/L liegt ca. 20 Meter neben der Aua Alva. Am Brunnen vor dem Kurhaus Bad kann das Wasser gratis entnommen werden.


Aua Alva (weisse Quelle):

Ca. 30 Meter nordwestlich der Fontana Rossa entspringt direkt hinter dem Kurhaus und der "alten Brunnenstube" die Aua Alva, welche früher bis 1926 dem Hof Juvalt (Rothenbrunnen) das einzige auf dieser Talseite vorhandene Trinkwasser lieferte. Das Quellwasser wurde in einer im Kellergeschoss verschlossenen "Brunnenstube" gefasst und mittels Rohrleitung zum Quellfelsen der roten Quelle geleitet, wo es in den damaligen Dorfbrunnen (abgerissen 1972) vor dem Quellhaus floss. Die vermeintliche Version, dass die Quelle unmittelbar "einige Schritte" voneinander entspringt, wurde beim Auffinden der Brunnenstube im Kurhaus während der Restaurationsarbeiten 1994 korrigiert. Wegen der schlechteren Quellfassung konnte die Quelle nicht das ganze Jahr genügend Trinkwasser führen, so dass die Rothenbrunner auf der gegenüberliegenden Talseite eine Quelle kauften. Diese Quelle sichert nun die Trink-und Löschwasserbedürfnisse zusammen mit dem im in Talboden reichlich vorkommenden Grundwasser. Die Aua alva geriet in Vergessenheit. Die weisse Quelle ist heute neu gefasst mit einem Ausstoss von ca. 50 Liter/ Minute, einer Temperatur von 14 º C. und einer Mineralisation von 690 mg/L ebenfalls eine subtermale Quelle vorzüglicher Qualität. Die Quelle wird heute in den Brunnen des Kurgartens geleitet. Nutzungspläne z.B. für Kneippkuren bestehen und werden weiterverfolgt. Das Wasser kann ebenfalls beim Felsen auf der Nordseite des Kurhauses gratis eingenommen werden.